Samstag, 12. Dezember 2009

Pisa - Bologna - schiefe Schürfungen


Meine Definition für Bildungspolitiker lautet: Sie sind Verwirrte, die ständig versuchen, Wildlederschuhe auf Hochglanz zu polieren.
Bildungspolitiker sind Menschen mit einem Studium der Pädagogik, die keine Anstellung in ihrem Beruf gefunden haben oder Lehrer, die mit ihrem ausgeübten Beruf nicht zurechtkamen.
Erstere sind zu 60, die zweitgenannten zu 40 Prozent enthalten.
Wir haben also 100% Inkompetenz versammelt, die symptomatisch für heutige Führungsposten stehen. 
Die Studenten, die in der Misere stecken, haben das gemerkt.
"Employability" - Einstellbarkeit - hieß bisher das Zauberwort für die Abschlüsse "Bachelor" und "Master". "Studierbarkeit" soll das neue Zauberwort heißen für - wie auch immer - gestaltete Studiengänge. Da haben sich die ministeriellen Grützköpfe noch nicht für ein denglisches Wort entscheiden können. Das wäre ja auch ein wenig sperrig.
Ich versuche es mal: "Studyability" wäre doch hübsch. So mit zwei Ypsilönern, eins in der Mitte, eins am Ende. Wir wären glücklich mit so einem Wort, das fast guinnessverdächtig werden könnte. Ein englisches Wort mit sechs Silben. Aber es wäre ein denglisches und güldete nicht. 
Ach, warum können wir nicht tun, was wir wollen?
Wären wir an der Spitze, würden wir wahrscheinlich auch größenwahnsinnig.

Was könnten die Absolventen damit anfangen? Eben. Nichts.
Die Jugend ist nicht so doof, wie es die Landesregierungen gerne hätten und sie gehalten hätten. Bildung ist ja immer noch Ländersache, und Frau Schavan ist ja nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf Bundesebene mit vielen, ja ganz vielen Mitarbeitern. (Arbeitsbeschaffung).

Die Jungen haben gemuckt, und es hat gefruchtet. Bravo.
Den Jungen gehört die Zukunft, und sie müssen bezahlen, was wir ihnen aufgehalst haben. Wir sollten uns schämen...
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